31.08.12 um 12:20 in Allgemein, Notebooks .

Ratgeber für den Notebookkauf

Alle paar Jahre steht man vor der Frage, was soll ich mir für einen Laptop kaufen? Auf was muss ich achten?  Welche Marke ist die beste?
In diesem Artikel möchte ich Euch helfen die richtige Wahl zu treffen. Eine Liste über aktuelle Notebooks zu jedem Anwendungsbereich findet ihr in unserer Notebookübersicht.

Grundsätzliches
Ein Notebook kann niemals zum gleichen Preis die selbe Leistung und Performance bringen, wie ein Desktop-PC. Laptops werden in der Regel vorkonfiguriert verkauft und man kann nur eingeschränkt sein Wunschnotebook zusammenstellen. DELL.de bietet beispielsweise einen Service bei dem der Laptop eine Grundkonfiguration hat und man entsprechende Pakete einbauen lassen kann. Man muss also seine Ansprüche einschränken und einen Kompromiss aus Preis, Leistung, Lautstärke und Mobilität finden.

Weiterhin müsst Ihr daran denken, dass Ihr nur schwer das Notebook nachrüsten könnt! Meistens verfällt die Garantie, sobald man den Boden abschraubt, um an das Innenleben zu kommen. Im Normalfall kann man – mit Verzicht auf die Garantie – die Festplatte austauschen und Arbeitsspeicher nachrüsten. Z.b. die Grafikkarte auszutauschen oder gar den Prozessor ist fast nie möglich!

Welcher Komponenten brauch ich?
Sobald Ihr überzeugt seid, dass Ihr wirklich einen Laptop wollt, kommt Ihr unweigerlich zur Frage: Was soll der Laptop alles können und welche Hardware soll verbaut sein? Ich werde zu jeder Komponente etwas schreiben und darauf eingehen.

Prozessor (CPU):
Man sollte immer auf das Preis-/Leistungsverhältnis schauen. Die CPU ist der Kern jedes Computers und daher sollte man darauf auch viel Wert legen. Insbesondere solltet Ihr darauf achten wofür Ihr den Laptop braucht. Zwar ist ein Laptop mit schneller CPU besser, allerdings steigt damit der Preis, die Lautstärke und die Akkulaufzeit sinkt. Achtet auf die Tipps, die ich unten zu den Kategorien zusammengestellt habe. Eine Übersicht über die aktuellen CPU findet ihr auf Notebookcheck.net und einen allgemein Vergleich der Prozessoren: Prozessorvergleich.

Grafikkarte:
Die Grafikkarte ist die wichtigste Komponente für Spiele. Daher muss jeder, der sich ein Gaming-Notebook kaufen möchte, den Fokus auf die Grafikkarte legen. Wichtig für Gamer sind eine schnelle Taktrate und ein großer Speicher der Grafikkarte. Zu Beachten gilt aber, dass es bei Mobilengrafikkarten das sogenannte Shared-Memory gibt. Dabei nutzt die Grafikkarte den Arbeitsspeicher des Laptops, um schneller arbeiten zu können. So etwas rentiert sich nur, wenn man entsprechend viel Arbeitsspeicher im Notebook verbaut hat, so dass genügend Ressourcen für die Auslagerung vorhanden sind. Eine Übersicht der aktuellen Grafikkarten findet Ihr auf 3d.chip.de oder auf Notebookcheck.com (Benchmarks).

Arbeitsspeicher:
Arbeitsspeicher ist zwar nie verkehrt, viel zu haben, allerdings braucht der Normalverbraucher nicht mehr als 8 GB. Arbeitsspeicher ist sehr günstig und kann auch später nachgerüstet werden. Man sollte darauf achten, dass ein 32-bit Betriebssystem nur max. ~3,5 GB nutzen und verarbeiten kann. Zwar könnt Ihr auch mehr Arbeitsspeicher einbauen, aber es können aufgrund der Architektur nie mehr als 3,5GB genutzt werden. Abhilfe verschafft ein 64-bit Betriebssystem.

Festplatte:
Bei der Festplatte müsst Ihr euch ein Frage stellen: Soll sie schnell sein oder muss sie viel Platz bieten?
Immer öfter finden sogenannte SSDs (Solid State Drives) in Computern Anwendung. Das sind Festplatten, die nicht wie HDDs (Hard Disc Drives) mechanisch funktionieren, sondern elektronisch. Dadurch werden sie lautlos, um ein vielfaches schneller und haben eine längere Lebensdauer – Voraussetzung ist eine SATA-III Anschluss (=SATA 6GB/s). Allerdings sind sie sehr teuer und mehr als 128GB kaum bezahlbar. Für ein Betriebssystem reichen auch knapp 64GB und wer mehr investieren will, kauft sich am besten eine mit 128GB. Idealerweise kombiniert man das mit einer externen Festplatte, auf der größere Daten, Bilder, Musik, etc. gespeichert werden kann. Wem das zu viel Geld ist, der kauft sich eine normale Festplatte, also HDD. Wichtig beim Laptop ist, dass 2,5″-Platten verbaut werden. Außerdem sollte man darauf achten, dass die HDD 7200rpm (rounds per minute) hat, da diese schneller dreht und so einen schnelleren Zugriff bietet. Eine Festplatte mit 5400rpm lohnt sich als Datengrab bzw. externe Festplatte. Bei der Frage von welcher Marke eine HDD sein soll, scheiden sich die Geister. Ich kann nur sagen, dass ich bisher nur Western Digital verbaut habe und sehr zufrieden bin.
Meine Tipps für eine SSD:

  • Samsung 830 (64GB | 128GB)
  • Crucial m4 (64GB | 128GB)
  • Corsair Force GT (60GB | 90GB | 120GB)

Mein Tipp für eine HDD (Für das Betriebssystem):

  • Western Digital Scorpio Black
  • Seagate Momentus

Mein Tipp für eine HDD (Als externe Festplatte / Datengrab):

  • Western Digital Caviar Green
  • Seagate Barracuda EcoGreen F4

Display:
Beim Display gibt es zwei Lager: Die einen schwören auf ein mattes Display, die anderen auf ein spiegelndes Display. Was einem besser gefällt, sollte ein jeder für sich entscheiden. Am besten geht Ihr in ein Elektroladen eures Vertrauens und “schaut” mal Probe. Allgemein gilt, dass ein mattes Display besser für draußen und Sonneneinstrahlung ist, da das Licht nicht so stark reflektiert wird. Man sollte unbedingt auch auf die Helligkeit achten!!

Tastatur und Touchpad:
Wer viel tippt, muss unbedingt die Tastatur des Notebooks testen! Manchmal kommt man einfach nicht mit einer bestimmten Tastatur klar und das wird keinen Spaß machen auf dauer. Achtet insbesondere auf den Anschlag der Tasten, die Lautstärke beim tippen und den Druckpunkt (also ob es auch reicht, wenn man die Taste nur an der Seite drückt oder man wirklich mittig drücken muss).
Ähnliches gilt für das Touchpad. Achtet auf die Genauigkeit wenn ihr mit dem Finger auf dem Pad rumfahrt. Achtet auch auf das Klickgeräusch und den Druckpunkt.

Akkulaufzeit:
Zur Akkulaufzeit gibt es wenig zu sagen. Die Hersteller schwindeln meist bei ihren Angaben (bzw. sind die nicht unter realistischen Bedingungen erreichbar), daher müsst ihr unbedingt Kundenerfahrungen lesen. Klar ist auch, dass die Akkulaufzeit mit zunehmender Displaygröße abnimmt! Hängt natürlich auch noch von der verbauten Grafikkarte und CPU ab. Ein 17″-Gaming-Notebook schafft keine 12h Akkulaufzeit wie ein Netbook ;)

Gerade bei Notebooks ist man auf den Hersteller angewiesen, falls mal etwas kaputt geht. Die CT hat 2010 folgende Rankings aufgestellt:
Rangliste beste Hersteller-Hotline
1.Dell 2.Apple 3.Samsung 4.Lenovo/IBM 5.HP 6.Fujitsu 7.Asus 8.Acer 9.Medion 10.Sony

Rangliste Qualität Reparatur:
1.Dell 2.Samsung 3.Apple 4.Lenovo/IBM 5.Fujitsu 6.Asus 7.Acer 8.HP

Rangliste Markentreue
1.Apple 2.Dell 3.Lenovo/IBM 4.Samsung 5.Fujitsu 6.Acer 7.HP 8.Asus 9.Sony 10.Medion

Zum Schluss gibt es noch zu sagen, dass Ihr unbedingt auf Notebookcheck.com und Notebookjournal.de gehen solltet, da dort die allermeisten Notebooks getestet wurden und entsprechende Berichte dazu findet!

Viel Spaß beim Notebook-Kauf =)


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